Definition:
Masern ist eine akute Infektionskrankheit, die durch das Masernvirus hervorgerufen wird. Diese Krankheit wird zu den Kinderkrankheiten gezählt. Übertragen wird diese Krankheit durch die Tröpfcheninfektion und daher ist sie sehr ansteckend.
Betroffen sind jährlich etwa 60.000 Menschen in Deutschland.
Inkubationszeit:
Die Inkubationszeit beträgt 8 – 14 Tage. Die Ansteckungsgefahr besteht von Begin der ersten Symptome ( Prodromalsymptome ) bis 4 Tage nach Beginn des Hautausschlages.
Symptome:
Die Prodromalsymptome sind Husten und Fieber.
Danach treten folgende Symptome auf:
- weißliche Flecken im Mund
- Bindehautentzündung ( Konjunktivitis )
- sogenannte Koplikflecken an der Wangenschleimhaut
Charakteristisch ist, dass nach zwei fieberfreien Tagen wiederum Fieber auftritt und ein akuter Hautausschlag auftritt ( Exanthem ). Dieses Exanthem erscheint vom Kopf aus als hellrote, auffallend „zusammenfließende“ Flecken.
Diagnose:
Der Arzt kann in der Regel die Diagnose „Masern“ durch den charakteristischen Krankheitsverlauf stellen. Dazu gehört das zum Teil hohe Fieber, welches für zwei Tage mittendrin ausbleibt. Nach der Fieberpause tritt der typische Hautausschlag auf
Kann die Diagnose nicht sicher gestellt werden, so wird der Arzt eine Blutuntersuchung vornehmen, bei der er die Antikörper der Krankheit nachweisen lässt. Diese Antikörper werden von unserem Immunsystem als Reaktion auf die Kinderkrankheit gebildet. Allerdings können diese Antikörper erst nach 4 Tagen nach dem Auftreten des Ausschlages eindeutig nachgewiesen werden.
Therapie:
Da keine spezifische Therapie bekannt ist, sollte man sich auf jeden Fall an die Bettruhe halten. Auch eine symptomatische Therapie, wie zum Beispiel ein Fiebermittel oder ein Hustenstiller, sollte erfolgen.
Komplikationen:
Nach der Masernerkrankung besteht für ca. 6 Wochen das Risiko an einer bakteriellen Infektion zu erkranken, da noch eine ausgeprägte Immunschwäche besteht. Von daher sollte eine wochenlange Schonung und auch Abschirmung nach der Erkrankung vorgenommen werden.
Ansonsten könnte es zu folgenden schweren Komplikationen kommen:
- Bronchitis
- Pneumonie ( Lungenentzündung )
- Enzephalitis ( akute Entzündung des Gehirns )
- Tod
Prophylaxe:
Um einer Masernerkrankung vorzubeugen kann eine zweimalige Impfung mit ca. 12 und 15 Monaten oder später zweimalig im Abstand mehrerer Wochen eine Impfung vorgenommen werden. Eine noch frühere Impfung ist nicht sinnvoll, da das Kind sehr wahrscheinlich noch von der Mutter die Antikörper gegen diese Erkrankung im Blut hat ( „Nestschutz“ ). Allerdings ist dies kein zuverlässiger Schutz und schon gar nicht für das ganze Leben. Man impft in der Regel gegen Masern, Mumps und Röteln ( MMR ) gleichzeitig. Der MMR – Impfstoff ist ein Lebendimpfstoff, der vermehrungsfähige Erreger enthält. Von daher kann ca. eine Woche nach der Impfung Nebenwirkungen ( wie zum Beispiel Ausschlag oder Fieber ) auftreten. In dieser Situation ist der Geimpfte jedoch nicht ansteckend. Wurde die 2. Impfung verabreicht, so besteht meistens ein lebenslanger Schutz.