ID #1014

Röteln

Definition:

Die mäßig ansteckenden Röteln- Krankheit ist eine Infektionskrankheit, die durch das Rötelnvirus hervorgerufen wird. Diese Krankheit wird wie die Masern zu den Kinderkrankheiten gezählt. Übertragen wird diese Krankheit ebenso durch eine  Tröpfcheninfektion.

Inkubationszeit:

Die Inkubationszeit beträgt 14 - 21 Tage. Die Ansteckungsgefahr besteht dann 2 – 4 Tage vor dem Ausbruch bis zum Verblassen des akuten Hautausschlages ( Exanthem ).

Symptome:

Die Prodromalsymptome sind zwei Tage Fieber und eventuell leichte katarrhalische Symptome der Atemwege, wie Schnupfen und Husten.

Danach treten folgende Symptome auf:

  • Schmerzlose Lymphknotenschwellung hinter den Ohren, im Nacken aber auch an allen anderen Stellen, wo sich Lymphknoten befinden, möglich

Exanthem sieht wie folgt aus:

  • leicht erhabene Flecken
  • linsengroß
  • Flecken haben einen hellen Hof
  • gehen vom Kopf bzw. Hals aus


Manche Kinder bekommen keine Symptome und werden dadurch immun gegen die Viren. In dieser Situation sind sie nicht ansteckend. Bekommen Erwachsene die Krankheit, so leiden sie meistens an einer schweren Symptomatik.

Diagnose:

Da die Symptome, besonders der Hautausschlag, auch auf eine andere Krankheit, zum Beispiel Scharlach oder Ringelröteln, hinweisen kann, so kann der Arzt erst nach einer Blutuntersuchung sagen, ob es sich um Röteln handelt oder nicht.
Bei dieser Blutuntersuchung werden die Antikörper der Krankheit bestimmt. Diese Antikörper werden von unserem Immunsystem als Reaktion auf die Kinderkrankheit gebildet. Manchmal sind auch direkt die RNA des ursächlichen Virus nachweisbar, zum Beispiel in der Pränataldiagnostik. Dabei soll festgestellt werden, ob während einer Schwangerschaft Röteln bestehen. Durchgeführt wird dies ab der 22. Schwangerschaftswoche durch eine Blutuntersuchung des Fötus auf Antikörper. Ansonsten wird eine Fruchtwasser – Probe entnommen und auf Antikörper geprüft. Diese Untersuchungen dürfen und machen nur erfahrene Fachärzte.

Therapie:

Da auch hier keine spezifische Therapie bekannt ist, sollte man sich auf jeden Fall einer  Bettruhe unterziehen. Auch eine symptomatische Therapie, wie zum Beispiel ein Fiebermittel  sollte erfolgen. In jedem Fall sollte eine Isolierung stattfinden, damit sich nicht weitere Personen an dem Virus anstecken.

Komplikationen:

Röteln können zu folgenden Komplikationen kommen:

  • Arthritis ( Gelenkentzündung )
  • Thrombopenie ( Mangel an Thrombozyten )
  • Enzephalitis ( Entzündung des Gehirns )
  • Schwere Embryopathie  Einer Infektion einer nicht immunen schwangeren Frau in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft führt gewiss zu schweren Schäden und Behinderungen des ungeborenen Kindes. Diese sind nicht heilbar.

Prophylaxe:

Im Alter von ca. 12 bis 15 Monaten ist eine zweimalige Impfung eines MMR- Impfstoffes ( Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln ) zu geben. Nach einer Woche kann es zu Nebenwirkungen wie zum Beispiel Fieber, Ausschlag oder Husten kommen. In diesem Fall ist der Geimpfte jedoch nicht ansteckend.
In manchen Fällen muss jedoch nicht geimpft werden, da Antikörper vorhanden sind.
Falls unklar ist, ob geimpft werden muss oder nicht, kann eine Titerkontrolle im Blut erfolgen.

© hautausschlag.at

Hautausschlag Tags: Ursachen

Verwandte Artikel:

Kommentieren nicht möglich