Definition:
Die mäßig ansteckenden Röteln-
Krankheit ist eine Infektionskrankheit, die durch das Rötelnvirus hervorgerufen wird. Diese Krankheit wird wie die Masern zu den
Kinderkrankheiten gezählt. Übertragen wird diese Krankheit ebenso durch
eine Tröpfcheninfektion.
Inkubationszeit:
Die
Inkubationszeit beträgt 14 - 21 Tage. Die Ansteckungsgefahr besteht
dann 2 – 4 Tage vor dem Ausbruch bis zum Verblassen des akuten
Hautausschlages ( Exanthem ).
Symptome:
Die
Prodromalsymptome sind zwei Tage Fieber und eventuell leichte
katarrhalische Symptome der Atemwege, wie Schnupfen und Husten.
Danach treten folgende Symptome auf:
- Schmerzlose Lymphknotenschwellung hinter den Ohren, im Nacken aber auch an allen anderen Stellen, wo sich Lymphknoten befinden, möglich
Exanthem sieht wie folgt aus:
- leicht erhabene Flecken
- linsengroß
- Flecken haben einen hellen Hof
- gehen vom Kopf bzw. Hals aus
Manche Kinder bekommen keine Symptome und werden dadurch immun
gegen die Viren. In dieser Situation sind sie nicht ansteckend. Bekommen
Erwachsene die Krankheit, so leiden sie meistens an einer schweren
Symptomatik.
Diagnose:
Da die Symptome,
besonders der Hautausschlag, auch auf eine andere Krankheit, zum
Beispiel Scharlach oder Ringelröteln, hinweisen kann, so kann der Arzt
erst nach einer Blutuntersuchung sagen, ob es sich um Röteln handelt
oder nicht.
Bei dieser Blutuntersuchung werden die Antikörper der
Krankheit bestimmt. Diese Antikörper werden von unserem Immunsystem als
Reaktion auf die Kinderkrankheit gebildet. Manchmal sind auch direkt die
RNA des ursächlichen Virus nachweisbar, zum Beispiel in der
Pränataldiagnostik. Dabei soll festgestellt werden, ob während einer
Schwangerschaft Röteln bestehen. Durchgeführt wird dies ab der 22.
Schwangerschaftswoche durch eine Blutuntersuchung des Fötus auf
Antikörper. Ansonsten wird eine Fruchtwasser – Probe entnommen und auf
Antikörper geprüft. Diese Untersuchungen dürfen und machen nur erfahrene
Fachärzte.
Therapie:
Da auch hier keine
spezifische Therapie bekannt ist, sollte man sich auf jeden Fall einer
Bettruhe unterziehen. Auch eine symptomatische Therapie, wie zum
Beispiel ein Fiebermittel sollte erfolgen. In jedem Fall sollte eine
Isolierung stattfinden, damit sich nicht weitere Personen an dem Virus
anstecken.
Komplikationen:
Röteln können zu folgenden Komplikationen kommen:
- Arthritis ( Gelenkentzündung )
- Thrombopenie ( Mangel an Thrombozyten )
- Enzephalitis ( Entzündung des Gehirns )
- Schwere Embryopathie Einer Infektion einer nicht immunen schwangeren Frau in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft führt gewiss zu schweren Schäden und Behinderungen des ungeborenen Kindes. Diese sind nicht heilbar.
Prophylaxe:
Im Alter von ca. 12 bis 15
Monaten ist eine zweimalige Impfung eines MMR- Impfstoffes ( Impfstoff
gegen Masern, Mumps und Röteln ) zu geben. Nach einer Woche kann es zu
Nebenwirkungen wie zum Beispiel Fieber, Ausschlag oder Husten kommen. In
diesem Fall ist der Geimpfte jedoch nicht ansteckend.
In manchen Fällen muss jedoch nicht geimpft werden, da Antikörper vorhanden sind.
Falls unklar ist, ob geimpft werden muss oder nicht, kann eine Titerkontrolle im Blut erfolgen.