Definition:
Ringelröteln ist eine hoch ansteckende Krankheit und wird durch den Parvovirus B19 hervorgerufen. Meistens sind Kinder von der Krankheit betroffen. Der Übertragungsweg ist ebenso die Tröpfcheninfektion.
Inkubationszeit:
Die Inkubationszeit beträgt 7 - 14 Tage. Hier besteht die Ansteckungsgefahr von den Ersten Symptomen, den Prodomalsymptomen, bis hin zum Erscheinen des charakteristischen Hautausschlags.
Symptome:
Die Prodromalsymptome sind leichtes Fieber etwa 2 – 3 Tage lang, sowie Missstimmung, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen. Darauf treten hochrote Wangen, die sogenannten „slapped checks“, auf. „Slapped checks“ werden die Wangen deswegen genannt, weil sie aussehen, als hätte man eine beidseitige Ohrfeige bekommen. Anschließend bekommt der Betroffene ein typisches girlandenförmiges Exanthem, welches auch quaddelartig sein kann, an den Streckseiten der Oberarme. Manchmal sind auch die Beine und das Gesäß betroffen.
Diagnose:
Meistens kann der Arzt die Diagnose „Ringelröteln“ an dem typischen Hautausschlag stellen. Ist sich der Arzt trotz alle dem unsicher, so kann ab dem zehnten Erkrankungstag eine Blutuntersuchung, auf Antikörper, veranlasst werden. Diese Antikörper sind Wochen bis sogar Jahre nach einer Erkrankung nachzuweisen.
Therapie:
Treten starke Gelenkschmerzen bei der Erkrankung auf, so sind gegebenenfalls Schmerzmittel notwendig. Bei möglich auftretender Anämie, Blutarmut, kann eine Blutübertragung notwendig sein. Dies ist aber nur der Fall, wenn die Anämie behandlungsbedürftig ist. Ansonsten gilt auch hier die Bettruhe und die systemische Behandlung, zum Beispiel Fiebermittel. Erkrankt eine schwangere Frau an Ringelröteln, so gibt es auch hier keine Schutz- oder Therapiemöglichkeit. Nur 4% der Feten werden von der Anämie betroffen. Das Kind ist im Mutterleib sicher, wenn die Mutter genügend Antikörper hat. In dieser Situation ist eine Titer - Bestimmung anzuraten.
Komplikationen:
Es können Gelenkschmerzen, hauptsächlich bei erkrankten Erwachsenen, auftreten. Zudem ist eine Anämie bei allen Erkrankten möglich, da die Blut- Stammzellen befallen sein können und somit eine Weile die Neubildung der roten Blutkörperchen ausfallen kann. Findet eine Infektion im Mutterleib statt, so kann in seltenen Fällen das ungeborene Kind an der Anämie sterben.
Verlauf:
Ringelröteln verlaufen in der Regel harmlos und ohne bleibende Schäden.
ID #1015
Ringelröteln
Hautausschlag Tags: Ursachen
Verwandte Artikel:
Kommentieren nicht möglich