Schuppenflechte, medizinisch Psoriasis genannt, gehört zu den genetisch bedingten Hautkrankheiten, die mit einer starken Schuppenbildung der Haut hervorgeht. Etwa 2 % der Bevölkerung in Europa leiden unter dieser Krankheit.
Ursache:
Die Ursachen für die Schuppenflechte sind zum einen die vererbten Gene und zum anderen verschiedene Auslöser. Diese können zum Beispiel sein:
- Stress
- Infektionen
- Alkohol
- Einnahme von Betablockern
- Einnahme von Malariamittel
Die Kombination, vererbten Genen und die Auslöser, erhöhen noch das Risiko eindeutig an dieser Krankheit zu erkranken. Dies führt zu lokalen Hautentzündungen. Das Resultat davon ist, dass sich die Haut innerhalb von 4 Tagen erneuert anstatt innerhalb von 300 Tagen. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass Psoriasis nicht ansteckend ist.
Symptome:
Bei einer Schuppenflechte kommt es zu folgenden typischen Symptomen:
- Flächenhafte, charakteristische Hautveränderungen
- Scharf begrenzte Rötungen, die mit fest haftenden Schuppen bedeckt sind
- Oft extreme Kopfschuppung ( bis auf die Stirn und hinter die Ohren möglich )
- Häufig Nagelveränderungen ( Tüpfelnägel )
- Selten Gelenkentzündungen
Typische Hautregionen, wo die Hautveränderungen stattfinden sind vor allem mechanisch belastende Stellen, wie zum Beispiel:
- Knie
- Ellenbogen
- Kopfhaut
- Kreuzbeingegend
In der Regel ist einen Schuppenflechte mit einem Juckreiz an den betroffenen Stellen verbunden.
Manchmal kommt es vor, dass eine Schuppenflechte auch ohne Hauterscheinungen auftritt.
Diagnose:
Meistens kann ein Arzt die Diagnose „ Schuppenflechte ( Psoriasis ) anhand einer Inspektion ( Ansehen ) der charakteristischen Hautveränderungen stellen. Zudem erhebt er eine Familienanamnese, um festzustellen, ob die Schuppenflechte familiär bedingt ist.
Wird aufgrund des Juckreizes an einer betroffenen Stelle gekratzt, so ist folgendes auffällig:
- Kerzenfleckphänomen: Wird an einer schuppenden Stelle gekratzt, so hellt sich die Schuppenschicht an dieser Kratzspur auf. Dasselbe kann man bei einem Kerzenwachsfleck beobachten.
- Phänomen des letzten Häutchens: Entfernt man die Schuppen weiter, so kann man ein glänzendes „letztes Häutchen“ sehen.
- Blutiger Tau: Wird die Schuppe komplett abgekratzt, so entstehen punktförmige Blutungen
Da die Hautveränderungen manchmal mit anderen Hauterkrankungen zu verwechseln sind, vor allem, wenn die Symptome nur sehr gering ausgeprägt sind, so wird der Arzt eine Hautprobe ( Biopsie ) veranlassen. Anschließend wird das Gewebe auf folgendes untersucht:
- Gestörte Verhornung
- Übermäßige Verhornung
- Entzündungen der obersten Hautschicht
- Vergrößerung der obersten Hautschicht
Auch eine Blutuntersuchung kann dem Arzt Klarheit verschaffen. Es wird dabei auf verschiedene Marker an Blutzellen im Blut untersucht.
Therapie:
Grundlage für eine gute Therapie ist eine intensive Hautpflege. Als Lokaltherapie werden vor allem Corticoide und Teerpräparate angewandt, zum Beispiel in einer Salbe. Dann werden Antiphlogistika, Fumarsäure oder Methotrexat in schweren Fällen zusätzlich zu der Lokaltherapie angewandt. Sonnebestrahlung bzw. UVA- Bestrahlung ( beim Hautarzt ) wirkt zumeist günstig.
Prophylaxe:
Sobald irgendwelche Auslöser bekannt sind, sind diese dringend zu vermeiden. Auch sollten Hautreizungen in jeglicher Art vermieden werden, da sie die Hautveränderungen bei einer
flechte hervorrufen können.