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Nesselsucht

Definition:

Die Nesselsucht, im medizinischen Bereich auch Urtikaria genannt, ist eine Hauterkrankung, die mit blassroten bis roten Quaddeln einhergeht. Bei den Quaddeln handelt es sich um Erhebungen der Haut, die mit einer Brennnessel in Berührung gekommene Haut zu vergleichen sind. Daher kommt auch der Name „Nesselsucht“.

Symptome:

Die Quaddeln treten nach einem Zusammentreffen mit einem Allergen auf. Dabei entstehen auf der Hautoberfläche kleine, rötliche oder auch weißliche Flecken, die meistens sehr starken Juckreiz aufweisen. In den meisten Fällen schwellen die Quaddeln nach ein bis zwei Stunden wieder ab. Reagiert der Körper jedoch an der gesamten Hautoberfläche mit Quaddeln, so sollte sofort ein Arzt oder Krankenhaus aufgesucht werden, da es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen kann. Dieser hat ein Herz-Kreislauf-Versagen als Folge.

Meistens treten die Symptome an den Beinen und Armen, vor allem an den Zehen und Fingern, ebenso am Kopf und im Nackenbereich auf. Zusätzlich machen sich die Symptome bei Männern im Genitalbereich bemerkbar.

Diagnose:

Bei den Quaddeln einer Nesselsucht kann der Arzt meistens sofort die Diagnose stellen. Der Arzt erkundigt sich lediglich noch wann und wo die Symptome aufgetreten sind.

Steht die Ursache jedoch noch nicht fest, so können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Allergietest auf der Haut ( Prick-Test, Läppchentest )
  • Blutuntersuchungen; hier wird der Entzündungsparameter und auch bestimmte IgE- Antikörper ( RAST- Test ), bestimmt. Bei den IgE- Antikörper handelt es sich um Substanzen, die voraussichtlich die Nesselsucht auslöst
  • Urin- und Stuhluntersuchungen auf pathogene ( krankmachende ) Keime, Parasiten und Hefen
  • Spezielle orale Provokationstests; hier nimmt der Patient das Nesselsucht auslösende Nahrungsmittel zu sich. Treten dann die Symptome wie Juckreiz und Quaddeln auf, kann die Diagnose festgehalten werden. In Zukunft muss das entsprechende Nahrungsmittel gemieden werden.
  • Physikalische Testung der Haut; hier werden durch Wärme, Kälte- und Druckanwendungen getestet, ob die Nesselsucht durch diese physikalischen Reize verursacht werden.
  • Spezielle allergologische Auslass- und Suchdiäten; hier wird dem Patienten spezielle Ernährungsprogramme zusammengestellt, die dem Patienten helfen sollen, die am besten verträglichen Nahrungsmittel herauszufinden.

 

Die Diagnostik wird allerdings nur durchgeführt, wenn es sich um eine chronische Nesselsucht handelt. Besteht eine akute, das bedeutet eine vorübergehende und kurzfristige Nesselsucht, so ist eine weitere Diagnostik nicht notwendig.

Therapie:

Als erste Therapie der akuten und auch chronischen Nesselsucht steht die Vermeidung der möglichen Auslöser. Dies könnten spezielle Nahrungsmittel, aber auch Wärme oder Kälte sein.

Zudem kann gegen den Juckreiz und das Auftreten neuer Quaddeln, die Gabe von Antihistaminika erfolgen.

Tritt die Nesselsucht als Folge von Infektionen oder chronisch entzündlichen Prozessen auf, so sollte auf jeden Fall die Ursache behandelt werden.

Besteht die Gefahr einen anaphylaktischen Schock zu bekommen, so kann Kortison Abhilfe verschaffen. Ebenso in schweren Fällen wie akuten Atembeschwerden oder Blutdruckabfall kann Kortison nützlich sein.

Komplikationen:

Wie bereits schon erwähnt kann es bei einem schweren Verlauf der Nesselsucht zu einem anaphylaktischen Schock kommen. Hier ist ein Herz-Kreislauf-Versagen möglich. Deshalb muss sofort ein Arzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden.

Verlauf:

Manchmal kann, auch nach gründlichen Suchen, keine Ursache für eine Nesselsucht ( Urtikaria ) gefunden werden. Dennoch verschwindet der Hautausschlag in der Hälfte aller Fälle nach einem halben Jahr wieder. In seltenen Fällen dagegen dauert die Hauterkrankung länger an. Dann verläuft die Nesselsucht meistens wellenförmig, dies bedeutet, dass die Symptome mal ausgeprägter und mal schwach sind.

© hautausschlag.at

Hautausschlag Tags: Ursachen

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