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Milchschorf

Definition:

Milchschorf ist eine Hauterkrankung, die oft in dem ersten Lebensjahr der Babys auftritt, genauer gesagt ab dem dritten Lebensmonat. Mädchen und Jungen sind gleichermaßen von der Hautkrankheit betroffen.

Meistens sind dabei der Oberkopf und die Wangen betroffen, wobei diese Regionen gerötet, stark nässend und schuppend sind.

Verschwindet der Milchschorf nach entsprechender Behandlung und zusätzlichen Maßnahmen nach wenigen Monaten nicht, so kann dies das erste Symptom einer Neurodermitis sein. Die Wahrscheinlichkeit liegt hierbei bei 50 Prozent.

In den anderen 50 Prozent der Fälle verschwindet das Ekzem innerhalb des ersten Lebensjahres wieder von alleine.

Ursache:

Die Ursachen dieser Hautentzündungen sind noch nicht ganz geklärt. Dennoch wird vermutet, dass es sich um eine genetische Veranlagerung für eine überschießende Reaktion des Immunsystems handelt. Auch verfügen die betroffenen Babys meistens über eine sehr trockene und auch eine empfindliche Haut, die oft auf verschiedene mechanische Reize mit einem Hautausschlag reagieren, zum Beispiel Druck oder auch eine Berührung mit Wolle.

Der Begriff „Milchschorf“ erklärt sich aus dem Fall, dass die nässende Entzündung mit der Zeit verkrustet und dann wie übergekochte Milch aussieht, die trocknet.

Symptome:

Zu Beginn tritt der Milchschorf stark nässend, gerötet und schuppend am Oberkopf und an den Wangen auf. Später kann er sich auf den ganzen Körper ausbreiten.

Die betroffenen Hautregionen jucken stark und dadurch kann es durch ein Kratzen des Babys zu Hautverletzungen kommen.

Während der Erkrankung sind die betroffenen Babys:

  • Schnell reizbar
  • Unruhig
  • Weinerlich

Zudem können die Säuglinge schlecht schlafen und suchen oft Ihre Nähe.

Lokalisation:

Betroffen sind meistens der Oberkopf und die Wangen des Babys.

Diagnose:

Die Diagnose zu stellen ist für den erfahrenen Kinder- bzw. Hautarzt meistens aufgrund der charakteristischen Symptome recht einfach.

Wurden die betroffenen Hautregionen mit Keimen besiedelt, so wird zusätzlich eine mikrobiologische Untersuchung auf Bakterien durchgeführt.

Dafür werden einige Gewebeschüppchen von der Haut entnommen und auf einem geeigneten Nährboden gezüchtet. Schließlich wird es unter einem Mikroskop untersucht.

Der Arzt kann in keinem Fall garantieren, dass der Milchschorf die ersten Anzeichen einer Neurodermitis ist.

Therapie:

Zum einen werden die nässenden Entzündungen lediglich mit einer wirkstofffreien Creme ( Basiscreme- Externa ) behandelt.

Damit man die Krusten vom Kopf gelöst bekommt, wird die Kopfhaut abends mit Babyöl einmassiert. Am darauffolgenden Morgen wird ganz normal der Kopf mit einem Babyshampoo gewaschen. 

Alle Produkte, die für Babys Hat und Kopfhaut benutzt werden, sollten unparfümiert sein, damit die Haut nicht noch mehr gereizt wird.

Um den Juckreiz zu lindern, können alle zwei bis drei Stunden kühle und feuchte Umschläge gemacht werden.

Handelt es sich um einen schweren Fall, so kann kurzzeitig eine Kortisonsalbe ( Glukokortikoide ) Abhilfe verschaffen, die allerdings nur die Symptome lindern ( Juckreiz ).

Ergänzende Maßnahmen:

  • Benutzen Sie für die Kleidung, Bettwäsche usw. Ihres Babys hauptsächlich Baumwolle und wenig Waschpulver bei der Wäsche.

Denn alle Arten von Kunstfasern und auch Schafswolle reizt die sensible Haut Ihres Babys.

  • Es ist darauf zu achten, dass die Nägel des Babys kurz geschnitten sind, sodass Verletzungen vermieden werden können.
  • Man kann dem Baby, vor allem in der Nacht, dünne Baumwollfäustlinge anziehen, um ein Kratzen der betroffenen Haut zu vermeiden. Auch gibt es spezielle Schlafanzüge, die diese Fäustlinge bereits haben.
  • Das Baby, vor allem in der Nacht, nicht zu warm anziehen, denn Wärme bzw. Hitze fördert den Juckreiz. Dennoch sollten Sie Ihr Baby nicht frieren lassen.

Komplikationen bzw. mögliche Folgeerkrankungen:

Für das Baby ist diese Hauterkrankung gewiss eine unangenehme Geschichte, dennoch ist  der Milchschorf eine harmlose Erkrankung.

Gewiss können sich auf der betroffenen Hautregion Keime ansiedeln, die zu einer Infektion der Haut führen kann ( Grindflechte ). In 50 Prozent der Fälle ist der Milchschorf das erste Symptom einer Neurodermitis.

Prävention:

Auch wenn man die genetische Veranlagerung nicht beeinflussen kann, haben zahlreiche Studien belegt, dass Babys, die etwa vier bis sechs Monate regelmäßig und konsequent gestillt werden, seltener an Milchschorf und auch Neurodermitis erkranken.

Dagegen ist das Risiko eines Säuglings an einem Milchschorf bzw. später an einer Neurodermitis zu erkranken wesentlich höher, wenn das Säugling frühzeitig von Kuhmilch, Fisch und Eier ernährt wird. Von daher sollten die Babys erst nach dem 1. Lebensjahr mit diesen Nahrungsmitteln in Verbindung kommen.

Außerdem sollte auf Sojaprodukte verzichtet werden, da sie stark allergen sind.

Dennoch sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Kinderarzt darüber sprechen, um eine Mangelernährung Ihres Babys aus dem Weg zu gehen.

© hautausschlag.at

Hautausschlag Tags: Ursachen

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