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Typhus

Definition:

Typhus ist keine Hauterkrankung, wie die meisten Erkrankungen hier auf dieser Seite.

Hierbei handelt es sich eigentlich um eine schwere Durchfallerkrankung, die allerdings das Symptom Hautausschlag aufweisen kann. Ausgelöst wird die Krankheit von Salmonellen ( Bakterien ), die besonders in den Entwicklungsländern mit schlechten Hygienebedingungen verbreitet sind. Da Typhus hauptsächlich durch Reisenden, die die tropischen Länder besuchten, nach Deutschland gebracht wird, ist eine orale Schutzimpfung vor der Auslandsreise zu empfehlen.

Man unterscheidet zwischen dem sogenannten Bauchtyphus ( Typhus abdominalis ) und der typhusähnlichen Krankheit ( Paratyphus ).

Jährlich sind weltweit ca. 22 Millionen Menschen betroffen, wovon die meisten Leidenden Kinder zwischen 5 und 12 Jahre sind. Schätzungsweise gibt es jährlich etwa 200.000 Todesfälle.

Ursachen:

Die Typhus- Erkrankungen werden von den Salmonellen verursacht, die weltweit verbreitet sind.

Hauptsächlich wird die Krankheit durch die Aufnahme von Nahrungsmitteln und Wasser, die durch Fäkalien ( Urin und Stuhl ) verunreinigt sind, übertragen. Selten kann auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ( Tröpfcheninfektion ) vorkommen.

Inkubationszeit:

Die Inkubationszeit beträgt bei dem Bauchtyphus ( Typhus abdominalis ) ungefähr 3 – 60 Tage, in der Regel jedoch 8 – 14 Tage. Die typhusähnliche Krankheit ( Paratyphus ) hat dagegen eine Inkubationszeit von ca. 1 – 10 Tage.

 

Symptome:

Beide Typhus- Typen weisen unterschiedliche Symptome auf:

Bauchtyphus ( Typhus abdominalis ):

  • Stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken, die ohne Juckreiz einhergehen
  • Benommenheit
  • Fieber zwischen 39°C und 41°C, welches bis zu 3 Wochen anhalten kann
  • Bauchschmerzen
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Verstopfung, dann Durchfall

typhusähnliche Krankheit ( Paratyphus ):

  • Stecknadelkopfgroße rötliche Flecken im Brust- und Bauchbereich
  • Fieber um die 39°C, geht oft mit Schüttelfrost einher
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Wässriger Durchfall
  • Kopfschmerzen

 

Die Symptome der typhusähnlichen Krankheit ( Paratyphus ) sind ähnlich der Bauchtyphus ( Typhus abdominalis ). Dennoch verlaufen sie schwächer. Ebenso ist die Krankheitsdauer nur auf 4 bis 10 Tage beschränkt.

Diagnose:

Beide Typhusarten werden immer wieder gerne mit einem grippalen Infekt verwechselt, da die Symptome ähnlich sind. Es besteht zudem eine Verwechslungsgefahr bei Urlaubern, aus den Tropen, mit der Krankheit Malaria.

Tritt bei einem Reisenden eine Erkrankung mit hohem Fieber auf, das über 4 Tage anhält, so ist eine Infektion mit Bauchtyphus ( Typhus abdominalis ) oder  typhusähnlicher Krankheit ( Paratyphus ) möglich.

Am häufigsten wird bei Verdacht auf Bauchtyphus oder Typhusähnlicher Krankheit eine Blutuntersuchung durchgeführt, da diese Ergebnisse am sichersten sind. Ist im Blutbild eine Verminderung der weißen Blutkörperchen ( Leukozyten ) zu erkennen, so kann der Erreger auch direkt nachgewiesen werden.

Ebenso kann eine Urin- und / oder Stuhlprobe den Erreger nachweisen.

Selten wird eine Untersuchung des Knochenmarks veranlasst. Hier ist der Erreger sogar noch nach dem Ausheilen der Erkrankung nachweisbar.

Therapie:

Da Bauchtyphus ( Typhus abdominalis ) und die typhusähnliche Krankheit ( Paratyphus ) sehr ernst zu nehmende Erkrankungen sind, sollten der Betroffene möglichst schnell mit einem Antibiotika behandelt werden. Meistens erfolgt die Einnahme in Tablettenform. Handelt es sich jedoch um einen schweren Verlauf der Erkrankung, so kann das Arzneimittel auch im Krankenhaus in Form einer Infusion verabreicht werden. In der Regel dauert die Antibiotika- Therapie 2 Wochen, wobei das Fieber bereits nach 4 – 5 Tage zurückgeht.

Der Wasserverlust des Körpers, durch das Fieber, Erbrechen und Durchfall, muss durch eine ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytengabe ausgeglichen werden. Die Hygiene des Patienten ist besonders wichtig, damit nicht andere Personen mit dem Erreger in Kontakt geraten.

Es ist möglich, dass nach der Infektion immer wieder geringe Erregermengen im Stuhl nachweisbar sind. Dies nennt man dann Dauerausscheider und muss mit einem speziellen Antibiotikum mehrwöchig behandelt werden.

Leidet der Betroffene ebenso unter Gallensteine, so ist es möglich, dass dich die Bakterien in der Gallenblase festsetzen. In diesem Fall ist eine Entfernung der Gallenblase sinnvoll.

Prognose:

Wird die Krankheit rechtzeitig erkannt und schnellstmöglich mit einem Antibiotikum behandelt, so ist die Prognose sehr gut. Ebenso wichtig ist allerdings auch der Ausgleich des Flüssigkeitsverlusts. Dann liegt die Sterblichkeit bei weniger als 1 Prozent.

Erkennt man die Erkrankung mit Bauchtyphus ( Typhus abdominalis ) bzw. typhusähnliche Krankheit ( Paratyphus )  nicht und behandelt sie auch dementsprechend nicht, so ist die Prognose weit aus kritischer. Erfolgt keine richtige Behandlung, so steigt die Sterblichkeitsrate auf 15 bis 20 Prozent an.

Vorbeugen:

Es gibt eine orale, durch den Mund verabreicht, als auch eine intramuskuläre, in den Muskel gespritzt, Impfung zum Schutz vor Bauchtyphus ( Typhus abdominalis ). Die Impfung ist empfehlenswert für Reisende die sich in Risikogebieten mit schlechten Hygienebedingungen aufhalten.

Die orale Impfung ist in Tablettenform und bietet einen Schutz von ungefähr einem Jahr. Die intramuskuläre Impfung dagegen schützt etwa 3 Jahre gegen diese Krankheit. Gegen die typhusähnliche Krankheit ( Paratyphus ) gibt es jedoch keine Impfung.

Sowohl den Bauchtyphus als auch der typhusähnlichen Krankheit können Sie durch zielgerechte hygienische Maßnahmen vorbeugen.

Verzichten Sie also in Risikogebieten auf rohe oder ungeschälte Nahrungsmittel.

Außerdem sollten Sie kein Wasser aus der Wasserleitung oder einem Brunnen benutzen, auch nicht um sich zu Waschen.

© hautausschlag.at

Hautausschlag Tags: Ursachen

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