Ursachen

ID #1002

Schuppenflechte

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine häufige, gutartige Hauterkrankung. Typische Merkmale sind scharf begrenzte, rote, teils juckende, erhabene, mit silberweißen Schuppen bedeckte Herde. Männer und Frauen sind zu gleichen Teilen betroffen.

Oft entstehen nur einzelne Herde an den Streckseiten der großen Gelenke. Die Schuppenflechte kann sich aber auch auf den gesamten Körper ausbreiten. Außer der Haut können Schleimhäute, Gelenke und Nägel zusätzlich erkranken. Die Beschwerden können in ihrer Stärke schwanken.
Schuppenflechte ist nicht ansteckend. Die Hautzeichen selbst werden ausgelöst von einem fehlgesteuerten Angriff des Immunsystems (Autoimmunreaktion) gegen Zellen der Oberhaut (Keratinozyten), die sich als Reaktion darauf besonders stark vermehren. In der Folge wird die Haut an den betroffenen Stellen besonders dick und schuppig.

Die geeignete Auswahl der Behandlung hängt von der speziellen Situation ab und bedarf oft der Kombination verschiedener Medikamente. Es gibt eine Vielzahl von Präparaten und physikalischen Therapieformen, welche die Beschwerden bessern und auch zu einer vorübergehenden Beschwerdefreiheit führen können. Eine Heilung ist jedoch derzeit nicht möglich. Unterstützend zu jeglicher Therapie gehört eine regelmäßige, sorgfältige und individuell abgestimmte Hautpflege.

Bei der Schuppenflechte (Psoriasis) ist der Hauterneuerungsprozess durch den Angriff des Immunsystems massiv beschleunigt und gesteigert. Beim gesunden Menschen erneuert sich die Haut innerhalb von 26 bis 27 Tagen; bei Psoriatikern ist diese Zeitspanne auf sechs bis sieben Tage verkürzt. Die betroffenen Hautareale sind typischerweise scharf begrenzt, stark durchblutet und gerötet. Die Zellen der obersten Hautschicht (Epidermis) gelangen etwa sieben Mal schneller an die Hautoberfläche als bei normaler Haut, wo sie eine glänzende, silbrig-weiße Schuppenschicht bilden. Insgesamt ist die Haut trocken, häufig bilden sich schmerzhafte Risse oder Blasen. Bei etwa der Hälfte der Betroffenen sind auch die Nägel betroffen.
Die erhabenen, geröteten und schuppenden Herde werden auch Plaques genannt. Sie können sehr klein sein, meist sind sie aber münz- bis handtellergroß und treten oftmals symmetrisch an beiden Körperhälften auf. Häufig besteht Juckreiz. Typische Lokalisationen sind Ellenbogen, Kniescheiben und -streckseiten und der behaarte Teil des Kopfs.

Die Psoriasis-Herde können als vereinzelte, scharf begrenzte Flecken auftreten, aber auch zusammenfließen (konfluieren) und weitflächig ganze Körperpartien bedecken. Normalerweise beschränken sich die Herde abgesehen von gewissen Größenveränderungen auf die Stelle, an der sie zuerst aufgetreten sind, gelegentlich verschwinden sie auch spontan von selbst.

Nach den typischen Beschwerden werden drei Hauptformen der Psoriasis unterschieden: Psoriasis vulgaris, Psoriasis pustulosa und Psoriasis-Arthritis. Ein Psoriatiker kann zur gleichen Zeit mehrere Formen der Psoriasis aufweisen oder unterschiedliche Formen in verschiedenen Lebensabschnitten ausbilden.

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Letzte Änderung des Artikels: 2009-11-09 02:49
Autor: MedUni
Revision: 1.0

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