Definition:
Wundrose oder
auch Erysipel genannt, wird eine bakterielle Entzündung der Haut
bezeichnet, die sich über die Lymphgefäße der Haut ausbreitet. Die
Verursacher dieser Krankheit sind die A- Streptokokken, welche auch eine
sogenannte Gesichtsrose, dies ist eine Wundrose, die im Gesicht auftritt, hervorrufen können. Gefährliche Komplikationen und schmerzhafte Rötungen können die Folgen einer Wundrose sein. Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben, sind sehr häufig betroffen und auch gefährdet.
Inkubationszeit:
Die Inkubationszeit der Wundrose beträgt 7 - 14 Tage.
Symptome:
Bei einer Wundrose treten
typische Entzüdungsmerkmale der Haut auf. Diese sind vor allem:
Flammenförmige, scharf begrenzte Rötungen. Sind tiefere Gewebebereiche
von der Infektion betroffen, so können die Rötungen unscharf begrenzt
sein. Zudem können noch folgende Symptome auftreten, vor allem, wenn
eine Wundrose zum ersten Mal auftritt oder größere Hautareale betroffen sind:
- Übelkeit
- Hohes Fieber
- Schüttelfrost
- Erschöpfung
- Schwäche
Handelt es sich bei der Wundrose um einen schweren Verlauf der Krankheit, so können noch nachstehende Symptome auftreten:
- Nekrose des betroffenen Gewebes
- Stecknadelkopfgroße Blutungen unter der Haut ( petechiale Blutungen ) mit Blasenbildung
- Geschwollene und unter Druck schmerzende Lymphknoten
Diagnose:
Der Arzt kann meistens schon anhand
der typischen Symptome, wie zum Beispiel die roten, geschwollenen und
Entzündeten Hautbereiche, Abgeschlagenheit und gegebenenfalls hohes
Fieber, die Diagnose stellen. Dennoch ist es sinnvoll, dass der Grad der
Entzündung und der Erreger festgestellt wird. Dies wird mittels einer
Blutuntersuchung veranlasst. Außerdem sollte der Arzt herausfinden, wie
die Bakterien in den Körper gelangt sind ( z. B. Durch Ekzeme, Wunden,
Pilzinfektionen usw.). Auch muss abgewägt werden, ob die betroffene
Person eine Begleit- oder Grunderkrankung wie Gefäßerkrankungen und
Durchblutungsstörungen der Beine, oder Diabetes mellitus. Diese
Erkrankungen können eine Wundrose begünstigen. Ist das Immunsystem des Betroffenen schwach, so kann eine Wundrose schneller immer wieder kehren.
Therapie:
Besteht eine Wundrose,
so ist häufig eine stationäre Therapie im Krankenhaus notwendig. Dort
wird ein Antibiotikum als Infusion über die Vene gegeben. Die Bakterien (
A- Streptokokken ) werden dadurch bekämpft. Oft ist eine zusätzlich
Einnahme von fiebersenkende und auch schmerzstillende Medikamenten
notwendig. Sieht man erste Erfolge der intravenösen Antibiotika-
Behandlung nach 2 bis 3 Tagen, so kann das Antibiotika von da an in als
Tablette eingenommen werden. Die komplette Antibiotika- Behandlung
dauert 10 bis 14 Tage.
Die betroffenen Körperteile sollten so
wenig wie möglich bewegt werden. So wird ein Lymphstau vorgebeugt.
Deswegen ist eine strickte Bettruhe erforderlich. Zudem kann eine
zusätzliche Kühlung der betroffenen Areale eine abschwellende und
schmerzlindernde Wirkung erzielen.
Ist es eindeutig, wie die
Bakterien in das Körperinnere eingedrungen ist, so muss diese Stelle
ebenso vom Arzt behandelt werden ( z. B. Pilzinfektion ). Auch muss die
Wunde der Wundrose regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden.
Wurde eine Begleit- oder Grunderkrankung festgestellt, so muss auch diese behandelt werden.
Verlauf:
Wird eine Wundrose mit
einem dementsprechendem Antibiotikum behandelt und hat der Betroffene
ein gesundes Immunsystem, so ist ist in der Regel ein reibunsloser
Verlauf zu erwarten. Bereits nach einigen Tagen ist eine deutliche
Besserung in Sicht. Haben Sie den Verdacht an Wundrose erkrankt zu sein, so gehen Sie bitte dringend zum Arzt, denn eine unbehandelte Wundrose kann
sich gegebenenfalls in ein tiefer liegendes Körpergewebe einnisten (
siehe Komplikationen ). Dies kann zu einem weitaus schwierigeren Verlauf
führen.
Komplikationen:
Wie bereits im
“Verlauf” der Krankheit angesprochen sollten Sie dringend einen Arzt
aufsuchen, sobald Sie den Verdacht schöpfen an einer Wundrose erkrankt zu sein. Bleibt die Wundrose unbehandelt,
so kann sie sich gegebenenfalls in ein tiefer liegendes Körpergewebe
einnisten. Dabei kann es zu einem schweren Verlauf kommen, wobei
mitunter lebensbedrohliche Komplikationen entwickeln können.
Diese Komplikationen können sein:
- Blutvergiftung ( Sepsis )
- Akute Nierenentzündung ( Glomerulonephritis )
- Eitrige Entzündungen ( Phlegmone )
- Venenentzündung ( Thrombophlebitis )
- Bleibende Schwellung der Lymphgefäße ( Lymphödeme )
- Bakterielle Herzentzündung ( Endokarditis )
Vorbeugen:
Um einer Wundrose vorzubeugen
ist es durchaus wichtig, dass die Haut sorgfältig gepflegt wird, um sie
vor Hautrissen und anderen Wunden zu bewahren. Das reglmäßige Eincremen
der Haut, vor allem nach dem Duschen oder Baden, steht dabei an 1.
Stelle. Zudem sollte täglich der eigene Körper nach möglichen
Verletzungen untersucht werden. Dies ist vor allem bei Menschen sehr
wichtig, die Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen oder ein
geschwächtes Immunsystem haben. Ist eine Verletzung vorhanden, so muss
diese stets sauber gehalten werden.